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Bald, bald!
Hallo, Hallo
Ich bin zwar (noch) nicht Nichtraucher, aber fest entschlossen, es zu werden. Seit Wochen informiere ich mich über Tipps und Zeugs rund ums aufhören und auf vielen Seiten wird einem empfohlen, sich ein Datum zu setzen, mit dem man dann aufhört.
Bei mir bietet sich hier aus persönlichen Gründen der 6.2., also der kommende Montag an. Ich werde alle meine Packungen wegschmeißen und Aschenbecher verräumen und mich zuhause verkriechen. Leider muss ich während dieser Zeit viel lernen (wichtige Prüfung im März), und ich hoffe echt, dass mich das dann nicht erst recht wieder in die Arme des Kamels treibt.
Naja. Kurz wollte ich mich noch über meine Vorbereitungsphase auslassen. Ich bin noch nicht im Klaren, ob ich NIkotinersatzprodukte nehmen soll. Also Kaugummi werde ich mir sicher zulegen, aber ich habe auch über so Pflaster nachgedacht... Tips und Meinungen sind willkommen!
Meine Hintergrundgeschichte: Ich rauche eigentlich noch gar nicht lang, regelmäßig eigentlich erst seit zwei Jahren. Aber nach ein paar Gesprächen mit unsympathischen Ärzten war mir klar, dass sie recht haben und ich will doch eigentlich auch gar nicht rauchen. Sondern, wie im größten Teil meines bisherigen Lebens als Nichtraucher durch die Welt spazieren.
Tja, aber seit ich das beschlossen habe und seit der Tag X immer näher rückt, rauche ich langsam aber sicher viel mehr als sonst. Und sonst war schon viel, ca. 20/Tag... Als würde die Sucht genau wissen was auf sie zukommt.
Auch hier würde ich mich über Tipps freuen. Das kann doch nicht sein, mit meinem derzeitigen Verhalten mach ichs mir doch nur noch schwerer!
Aber jetzt ist das wohl langsam mal genug, ich melde mich dann wieder, wenn besagter Tag X gekommen ist.
"Bald, bald!" wurde 6 mal kommentiert
Hallo Scarlett,
sehr guter Entschluss, das Rauchen aufzugeben! Man gewinnt stattdessen eine Menge hinzu: Geld, Gesundheit, Zeit, Geruchs- und Geschmackssinn, Unabhängigkeit, Fitness,...
Die erste Zeit war bei mir sehr hart. Hatte mich wie Du auch planst zu Hause verkrochen, um keine Raucher, Zigaretten und Zigarettenwerbung sehen (oder riechen) zu müssen. Trotzdem habe ich ununterbrochen ans Rauchen gedacht! Da hilft nur eiserner Durchhaltewille und Belohnung auf allen anderen Kanälen (Süssigkeiten, Shopping, Wellness,...). Gleichzeitig habe ich mit Sport angefangen, das hilft auch gut - Endorphine und ein intensives Atmen - man merkt, wozu die Lungen eigentlich gut sind.
Nikotinkaugummis habe ich auch am Anfang genommen, wenn garnichts mehr ging. Das hat mich über die ersten drei, vier Wochen gerettet. Ab da wurde es leichter.
Wichtigster Tipp: Kein Alkohol trinken, am besten die nächsten Monate nicht.
Ansonsten: einfach nicht rauchen! Mehr ist nicht dabei.
Hallo Scarlett :) Schön dass du dich entschlossen hast mit dem rauchen aufzuhören. Wie viele ehemalige Raucher wirst du nach ein paar Tagen merken dass es lange nicht so schwer ist aufzuhören wie man am Anfang befürchtet.
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danke, das ist lieb von euch :) das ist genau was ich brauche, und warum ich mich hier registriert habe.
puh, ich habe gerade ein buch fertig gelesen und damit schon eine belohnung für die erste überstandene woche, wenn es dann soweit sein wird: Da kauf ich mir dann nämlich den zweiten teil.
ich hoffe, dass ich nicht in eine kaufsucht verfalle. Das geld, das ich durchs nicht-rauchen sparen werde ist nämlich eine meiner hauptmotivationen.
ach, und danke für den artikel mit dem nikotinpflaster... kaugummis werde ich mir vielleicht trotzdem zulegen... auch normale. ich muss ja irgendwie meinen mund beschäftigen... ;)
ich melde mich dann am montag wieder
danke nochmal :)
die ersten Tage wirst Du mit Schwung und fast schon euphorisch bewältigen. Halt vier, fünf ... bis zu acht Wochen durch und lass in dieser Zeit zu, dass Dein Hirn Aufstände inszeniert und fast schon feindselige Überfälle, um Dich wieder ins Raucherleben zu locken! In der Phase danach, so ab dem ersten Monat, find der psychische Kampf viel subtiler: denn es gilt, Tage, Woche, Monate Zeit so mit Tätigkeiten, Entspannungen, freiem Denken zu füllen, als wäre die Welt in Ordnung. Je schneller die alten Gewohnheiten verblassen, umso normaler wird sich jeder Moment, den Du erlebst, anfühlen. Das ist der große Lohn des Nichtmehr-Rauchens: ein ganz schlichtes, ruhiges, unspektakuläres Gefühll der Zufriedenheit - den man nicht eigens mit Drogen steigern muß, um sein Glück zu fühlen. Der alte Kick, den du bisher bei einer gerauchten Zigarette erleben konntest, war geliehenes - unechtes- Glück (Gehirndoping) ... jetzt mußt du ohne künstliche Mittel herausfinden, wie Du zu einem vergleichsweise viel moderateren Glücks-High hinfindest - von dem bisher starken, rauschartigen High mußt Du Dich aber willentlich zeitlebens verabschieden: und das kann weh tun. Am Anfang weniger (wegen der tollen Aufbruchsstimmung) ... aber nach Monaten, wohl bis zu einem Jahr, doch hin und wieder als richtige Trauerüberfälle, wo einem das alte Mittel Rauchen einfach nur fehlt (schnief), ... und das auszuhalten, weil es doch über lange Zeit hinweg, (Monate, Jahre), immer leichter wird, ... darum gehts bei diesem großen Akt der Selbstbefreiung! Viel Glück!
Hey Zarafah, schöner hätte man es nicht beschreiben können, fast schon philosophisch ;)
@Zara: eine sehr fein formulierte analyse, das trifft's auf den punkt :-)!!!